Was uns verbindet
Angefangen hat alles in der Schule, als sich plötzlich in der Oberstufe alte Grüppchen und neue Mitstreiter zu neuen Gruppen zusammenfanden. Dabei fanden auch wir uns - in damals noch leicht abweichender Konstellation - zu einer dieser Gruppen zusammen, völlig unüberlegt, einfach aus der Situation heraus. Jeder hatte zu dem einen mehr und zu dem anderen weniger Kontakt. Aus dieser Lage heraus entwickelte sich eine Gemeinschaft, die sich regelmäßig traf, um die Stadt unsicher zu machen, gemeinsam im Connaissance Pizza essen zu gehen, Videos auszuleihen, einen Trinken zu gehen und zu grillen.
Im Jahr 1998 war es dann soweit und wir machten alle zusammen unser Abitur, grillten immer noch - die einen mehr, die anderen noch mehr - und saßen zur Fußball-WM gemeinsam vor der Glotze mit einem Zettel der getippten Spielendstände auf dem Fernseher.
Nach dem Abi kam dann die Probe aufs Exempel, denn nun zogen einige von uns aus Hamburg weg und durch Deutschland (Holger nach Aachen, Kalle durch halb Deutschland, Philip nach Kiel). Doch die Gruppe hielt zusammen und wir trafen immer noch regelmäßig zusammen und pflegten z.B. die alte Tradition des Grillens. Wir besuchten uns gegenseitig - wenn auch nicht oft - und hatten zusammen eine Menge Spaß, z.B. bei Silvester 2003 bei Philip in Kiel, Silvester 2000 bei Holger in Aachen oder der Besuch im "Haus Dankert" bei Kalle. Und das ist das schöne und besondere an dieser Gruppe. Wir sind immer füreinander da und halten zusammen. In dieser Zeit entstand dann auch der Name La Familia.
Nach und nach zogen dann einige von uns wieder in Richtung Hamburg (Holger, Philip), andere dafür aus Hamburg weg (Lennart nach Bonn, Roland nach Bonn) und somit änderte sich nicht viel an der räumlichen Trennung der La Familia, gedanklich waren wir immer noch alle 7 beieinander.
Im Jahre 2004 entstand dann eine neue Tradition: der Stammtisch. Wir trafen uns jeden zweiten Monat zum Brunchen, angefangen bei Kalle in Berlin, danach regelmäßig in Hamburg. Auch wenn wir diese Tradition nicht bis heute aufrecht erhalten haben, waren es doch sehr schöne Zeiten in denen wir zusammen waren.
Dafür kam dann eine neue Idee auf. Anstelle des zweimonatlichen Treffens zum Stammtisch, planten wir eine jährliche Fahrt der La Familia an wechselnde Orte. Angefangen haben wir 2005 mit einer Wochenend-Kanutour auf der Mecklenburgischen Kleinseenplatte. Diese Fahrt wird uns wohl allen ewig in Erinnerung bleiben, da wir jede Menge Spaß und körperliche Anstrengung hatten und völlig erschöpft, aber glücklich nach dieser Tour wieder zuhause ankamen. Wiederholt haben wir das ganze dann gleich im Jahr 2006 in etwas anderer Konstellation der La Familia Teilnehmer und auf anderer Route, trotzdem jedoch auf der Mecklenburgischen Kleinseenplatte.
Natürlich gab es auch schwierige Zeiten, wo der Zusammenhalt der La Familia auf die Probe gestellt wurde, wie z.B. in der Zeit nach der geplatzten Fahrt nach Dänemark Silvester 2006/07. Aber gerade die Möglichkeit der ehrlichen Aussprache, die Einsichten und die großen Gabe, sich gegenseitig immer wieder zu verzeihen, haben uns trotz allem immer zusammengehalten. Die geplante La Familia Tour im Jahr 2007 stand stark auf schwankenden Beinen und es wurde heftig diskutiert. Letztendlich gab es jedoch einen Kompromiss und wir schafften das Unglaubliche: Es waren ALLE gleichzeitig dabei. Die Tour führte uns an die Ahr, wo wir eine Rotweinwandertour machten und ein Weinfest sowie Bootsfahrten auf dem Rhein und Besichtigungen der Umgebung machten.
Auch in für einige von uns schwierigen bis aussichtslosen Zeiten, gibt es immer jemanden, der einem zur Seite steht, gute Ratschläge gibt, motiviert und einen aus einem tiefen schwarzen Loch herausholt, wenn man selber keinen Ausweg mehr sieht.
Das ist, was die La Familia verbindet und was uns sagen lässt:
FREUNDSCHAFT! Gestern. Heute. Morgen.